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Zola
31. May 2019

Während die Leben von Sebastian Berger und Leya Ranger durch die Effekte der Dunklen Energie aus dem Lot geworfen wurden, blieben andere Teile der Welt von den bisherigen Ereignissen vollkommen unberührt.

 

Der Eimer voller Wasser wog schwer auf dem Kopf von Zola. Zum Glück war der Brunnen nicht weit entfernt von ihrem kleinen Dorf irgendwo im Nirgendwo von Zentralafrika. Wie für Kinder dort üblich musste sie bereits früh ihre Familie unterstützen. So realisierte das Mädchen schnell, dass die Ernährung und Versorgung der Familie eine immens wichtige und schwierige Aufgabe war.

Unbeeindruckt vom Gewicht tätigte sie einen Schritt nach dem anderen. Ihre sportliche Figur entstand ganz natürlich durch die viele Arbeit und den langen Weg zur Schule. Ab und zu fiel ein Wassertropfen hinab, und lief entlang ihrer von dunklem Teint geprägten Haut. Sie hatte schwarze, schulterlange Haare, welche zu drei Zöpfen geflochten waren. Entschlossen blickte sie mit ihren hell-braunen Augen ihrem Ziel entgegen: Das Dorf, dass ihr schon ewig Heimat war.

Nach kurzer Zeit hatte sie das Haus ihrer Familie erreicht. Von Hand hatte man neben der Tür den Familienname angeschrieben: Teragani.

Sie trat ein und ihre Mutter half ihr beim Absetzen des Eimers. Sie bedankte sich und strich ihrer Tochter über das filigrane Gesicht. Viele Ähnlichkeiten verbanden die Zwei: Wache Augen, eine breite Nase, volle Lippen. Zora lächelte, worauf man eine Lücke erkennen konnte, die aufgrund eines Unfalls als Kleinkind entstanden war. „Das war alles für heute, Zola“, bedankte sich ihre Mutter und liess sie ziehen. Zola liess keinen Moment verstreichen und eilte davon.

 

Denn neben ihrem Willen für die Menschen aus ihrem Dorf stark sein zu wollen, gab es für Zola stets eine zusätzliche Motivation, ihre Aufträge gut zu erledigen. Jedes Mal, wenn sie ihre Pflichten erfüllt hatte, durfte sie in die Schule gehen. Und dort öffnete sich für sie das Tor zur Welt. Dank Spenden von anderen Ländern verfügte man dort über einige Laptops, mit denen ein Zugang zum Internet möglich war. In jeder freien Minute, in der kein Unterricht stattfand und sie nicht nach Hause musste, eilte sie durch das Netz. Sie verschlang mehrere virtuelle Bücher oder sprang wild in Wissensbörsen umher.

Zola war 17 Jahre alt. Für sie fing das Leben gerade erst richtig an. Und sie wollte viel bewirken. Begleitet von ihrer natürlichen Wissbegier, verband sie ihre Forschungen in den Weiten des Internets auch immer mit einer persönlichen Mission. Dürren und Probleme mit dem Boden machten es ihrem Dorf nämlich schwer eine gesicherte Versorgung zu haben. Immer wieder mussten die Menschen Hunger leiden. Und für so etwas, musste es einfach eine Lösung geben.

Natürlich stiess sie dank ihrer Neugier eines Tages auch auf Wissen, was sie zu ihrer Berufung machen wollte. Es gab so viele Erkenntnisse über die Flora dieser Welt, welche sie für die Probleme ihres Dorfes verwenden konnte. In der Schule und ihrer Freizeit hatte sie sich in den letzten Jahren die Themengebiete wie Botanik und Agrikultur verinnerlicht. Und jetzt fühlte sie sich endlich dazu bereit, nach geschriebenen Worten auch Taten folgen zu lassen.

 

Schnell hatte sie die Familie überzeugt und ihre Unterstützung gesichert. Was gab es schon zu verlieren. Entweder hatte Zola Erfolg und alle waren froh, oder Misserfolg und sie hatte etwas gelernt.

In einem Feld vor dem Dorf sperrten sie einen Bereich ab, den Zola für ihre Experimente benutzen durfte. Sie begann so, wie sie es gelernt hatte: Zuerst beackerte man das Feld, wobei ihre Geschwister ihr tatkräftig Unterstützung leisteten. Die Dorfbewohner belächelten sie. Bis jetzt tat sie nichts anderes, was sie nicht schon versucht hatten. Und leider zeigte sich durch einfaches Beackern, Pflanzen und Bewässern kein Fortschritt ab.

Doch Zola gab nicht auf. Unter anderem versuchte sie mit dem Legen von Wasserkanälen die Pflanzen zum Wachstum anzuregen. Doch am effektivsten schien es ihr, wenn sie mit den Pflanzen sprach und diese anspornte. Sie konnte es sich nicht erklären, aber irgendwie spürte sie eine Bindung zwischen sich und den unter der Erde versteckten Samen.

 

Einige Tage später schürten erste Triebe nicht nur in der Familie Hoffnung, sondern im gesamten Dorf. Trug Zola’s Entschlossenheit endlich Früchte?

edited on 31.05.2019, 14:11 by Ashielf
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