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Welche Zukunft wird sie erwarten?
Naurin
Language: German
Genre: Adventure, Fantasy, Horror, Mystery
Story-Mode: Adventure
Date of Creation: 27 March 2018
Status: Sleeping
Closed Group: No
Teaser

Ein Mondstrahl drang durch die kleinen, spitzen Blätter. Das durch die Dunkelheit geschwärzte Grün war dicht, sodass nur ihr ausgestreckter Arm zu diesem Lichtschein verhalf. Sie war sehr froh darüber, dass sie diese Gartenhandschuhe an der hinteren Haustreppe gefunden hatte. Ihre Oberarme waren schon durch das Gebüsch leicht zerkratzt. Das kleine Loch, durch das sie ein Stückchen des vor ihr liegenden Gartens sehen konnte, erweiterte sie noch etwas mehr, sodass sich ihr Sichtfeld erneut weitete. Nur ein paar Meter. Dort war der alte Schuppen, wo sie noch einige Vorräte vermutete. Doch so einfach sollte es nicht sein. Wieso war die junge Frau überhaupt in einem Gebüsch versteckt? Die Antwort war so einfach …und so unglaublich. Sie konnte es selbst noch immer nicht fassen, nach einigen Tagen in dieser verfluchten Stadt nicht glauben. Vor der Tür lungerte ein verdammter Zombie! Und er wollte einfach nicht weiterschlurfen.
Ihr Magen knurrte. Ein paar Blocks weiter war ein Diner, aber sie traute sich nicht von ihrem Elternhaus weg um dort nach dem Rechten zu sehen. Und nun hatte sie ihre Vorräte verbraucht. Shit! Sie fluchte innerlich. Wenn du nicht verhungern willst, dann lass dir was einfallen. Sie versuchte so wenig Geräusche wie möglich zu verursachen. Sie bildete sich schon ein, ihr durch das Adrenalin beschleunigte Herz pochen zu hören.
Sie war auch schon im Begriff wegen dem vor ihr stehenden Problem umzukehren und es vielleicht noch einmal später zu versuchen, als ihr linker Fuß leicht gegen einen festen Gegenstand stieß. Sie griff mit ihrer Linken danach und ein schmales Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen. Das könnte klappen.
Sie nahm den Gegenstand fest in ihre Hand, streckte den Arm vorsichtig durch die Öffnung und warf den Stein mit voller Wucht auf die freie Rasenfläche neben dem Schuppen. Der Stein traf die hölzerne Umzäunung mit einem dumpfen Geräusch. Ihr stockte der Atem. War das etwa zu leise gewesen? Doch dann bewegte sich der Zombie und trat aus dem Schatten ins fahle Mondlicht hinaus.
Unwillkürlich kam der Drang auf die Luft scharf einzuziehen, doch sie riss sich zusammen. Der Zombie entpuppte sich als eine Frau. Und sie… war eine Nachbarin. Bilder von Smalltalks schossen ihr durch den Kopf. Eine von der Sonne beschienene Straße. Selbst Kinderlachen meinte sie zu hören.
Jetzt war die Nachbarin nur noch ein Stück verfaultes Fleisch, das der Hunger durch die Gärten und Straßen der einst beschaulichen kleinen Stadt ziehen ließ. Miss "Zombie" Walker trug eine blaue Jeans, ein rotes T-Shirt und noch einen Turnschuh, die Kleidungsstücke waren zerrissen und mit Blutspuren übersät. Mögliche tödliche Wunden waren aus dem Versteck heraus nicht zu erkennen. Die Nachbarin bewegte sich nicht schnell, erst eine gefühlte Ewigkeit später bog sie erst um die Ecke des Schuppens. Ihr war bewusst, dass sich diese Zombies nicht immer so langsam bewegten. Wenn sie ein essbares Ziel ins Auge gefasst hatten, konnten sie verdammt schnell sein.
Sie kroch vorsichtig aus dem Gebüsch. Endlich! Sie stand vor der angelehnten Tür und öffnete sie leise, nur ein Stückchen weiter und schlüpfte durch den Türspalt.
Zunächst war es stockdunkel, bis sich die Augen an das sehr wenige Licht aus den Ritzen des Holzes gewöhnt hatten. Trotzdem spendete dieses nicht genug Licht, um ansatzweise etwas erkennen zu können. Rechts müsste das Regal mit den Konservendosen sein. Sie tastete im Dunkeln, bildete sich die Umrisse des Holzregals ein, bis sie etwas fühlte das ihrer Vorstellung entsprach. Nur wenige Sekunden später spürte sie das kalte Metall einer Dose. Sie griff wahllos umher und fand noch drei weitere Dosen. Eine magere Ausbeute. Sie zog ein mitgebrachtes Feuerzeug aus der Hosentasche und ließ die kleine Flamme den Schuppen erhellen. Zwei Regalbretter tiefer sah sie vier weitere Dosen, mit Erbsen und Bohnen.
Sie war gerade im Begriff sich hinunter zu beugen, als sie ein leises Knarzen der Holztür vernahm. Ihr Kopf ruckte zur Seite. Eine schemenhafte Hand griff um die Tür. Verdammt! Hektisch blickte sie sich um. Überall lag allerlei altes Zeug, doch nichts schien ihr jetzt zu helfen. Die Tür ging weiter auf, langsam, wie in Zeitlupe schob sich ein Körper hinein. Miss Walker! Sie sah nun deutlich ihr Gesicht, die Haut war grau und hing lose hinunter, das rechte Auge fehlte. Angetrocknetes Blut bedeckte die rechte Gesichtshälfte. Die Erkenntnis und die Übelkeit, bedingt auch durch den ihr entgegen strömenden Geruch, schlugen hart zu. Das war einst ihre Nachbarin gewesen?! Ihr Blick ging hektisch zu dem Zombie, dann wieder durch den kleinen Schuppen. Fuck! Sie hätte am liebsten geheult, kamen ihr just in diesem Moment die Bilder auf der Straße in den Sinn, wo ganze Horden von Zombies über Kadaver hingen. Bald wirst auch du gefressen! Sie wollte nicht sterben. Mit der einen Hand noch das Feuerzeug haltend suchte sie mit ihrer Linken in einem Haufen von Gerümpel. Miss Walker kam näher, hob schon ihren Arm um nach ihr zu greifen. Sie schloss die Augen, als wäre dies nur ein schlechter Traum, dem erlösenden Erwachen nahe. Ihre Finger suchten aber weiterhin wie von selbst nach einem Gegenstand und schlossen sich somit um einen rundlichen Griff. Nur aus einem Reflex heraus riss sie den Gegenstand hoch und schlug mit aller Kraft zu.
Mit einem schauderhaften Knirschen brach der Knochen, die verrottete Haut riss auseinander und das Regal schepperte. Der abgeschlagene Unterarm fiel mitsamt einiger Konserven auf den Boden und rollte in eine Ecke.
Die Zeit blieb für einen Moment stehen, kein Geräusch war zu hören. Ihre Atmung setzte wieder ein, sie öffnete die Augen. Der Zombie wankte weiter auf sie zu. Rechts, Links. Ein gurgelndes Geräusch kam aus der untoten Kehle.
Mit einem lauten Schrei wurde erneut die Axt in die Luft gehoben und mit einem Sausen begleitet in den Oberkörper geschlagen. Aber nicht fest genug. Die Axt blieb stecken, drang halb in die Rippenknochen, der Zombie wurde von der Wucht nur leicht zur Seite gestoßen. Sie ließ das Feuerzeug fallen und rannte.
Sie rannte an diesem Ungeheuer vorbei, rempelte die Nachbarin förmlich um, warf die Tür hinter sich zu, sprang durch die Hecke zu der Veranda des Hauses. Ihre Stoffhose wurde halb zerrissen. Ohne einen Blick zurückzuwerfen riss sie die schützende Hintertür auf, knallte diese zu und lehnte sich an. Sie war wieder von der Welt draußen getrennt.
Ihr Atem ging schnell, das Herz raste, die Gedanken überschlugen sich. Nach ein paar Minuten beruhigte sie sich und ihr wurde bewusst, dass sie noch nicht die Tür abgeriegelt hatte. Nachdem das Haus wieder einigermaßen sicher war, ging sie ins obere Stockwerk und befestigte auch dort ihre provisorischen Barrikaden aus Möbelstücken. Sie legte sich in ihrem alten Kinderzimmer auf das Bett und schlief mit knurrenden Magen, sich hin und her wälzend, ein.

"Sara!" Sie wachte plötzlich auf, blickte sich in dem vom Tageslicht erhellten Raum um. Wie lange habe ich geschlafen? Sie erhob sich vom Bett und wankte zu einer kleinen Kommode. Darauf stand ein Spiegel. Sie sah nach kurzem zögern ihr Spiegelbild an. Bin ich das wirklich? Ihre braunen Augen waren eingefallen, sie hatte starke Augenringe. Das Gesicht war schmutzig, die blonden langen Haare verfilzten schon leicht. Einfach nur elendig, so… wie sie sich auch fühlte. Seelisch, wie körperlich.
Sie hatte in der kurzen Nacht einen Traum gehabt. Darin war ihre Familie vorgekommen, bevor dieser Autounfall alles verändert hatte. Es waren schöne Zeiten gewesen, im Traum hatte sie mit ihrem kleinen Bruder gespielt. Aber dann war dieser Nebel gekommen und hatte alles verschluckt. Das gehörte nicht zu meiner Erinnerung! Das Haus, ihre Eltern, ihr kleiner Bruder Jamie der im Sandkasten gesessen hatte, wurden vom Nebel eingeschlossen. Einfach alles! Sie schlug mit ihrer Faust den Spiegel in Scherben, einer davon steckte nun in ihrer Hand. Das Blut ekelte sie an, sie fühlte sich plötzlich noch schmutziger. Sie ging zum Badezimmer.
Fließendes Wasser gab es keines mehr, aber sie hatte noch einen Eimer mit Regenwasser. Sie wusch sich das Gesicht und versorgte die Wunde notdürftig aus der Hausapotheke. Sie schmiss die halb zerrissene Hose in den Korb für die dreckige Wäsche. Es hat doch alles keinen Sinn! Langsam konnte sie es nicht mehr leugnen. Es war zwecklos sich hier zu verstecken! Sie hatte Hunger, in den Schuppen konnte sie nicht mehr zurück. Dort war sicherlich noch der Zombie und durch den Tumult dieser Nacht sicherlich sogar nun auch ein paar mehr dieser Aasfresser. Es rächt sich nun, dass ich nie den Kühlschrank gefüllt habe. Immer diese verdammten Lieferdienste!
Sie blickte aus dem oberen Stockwerk aus einem rückwärtigen Fenster des alten Elternschlafzimmers in den Garten. Die Vermutung, dass nun mehr Zombies den Weg hinein gefunden hatten bestätigte sich. Sie sank schon wieder in diesen verzweifelten Gemütszustand, setzte sich kraftlos auf das Bett, als sie plötzlich ein ungewöhnliches Geräusch hörte. War das etwa ein Hubschrauber?
Das Geräusch schien von der anderen Seite des Hauses zu kommen, also rannte sie den Flur entlang, riss die Gardinen zur Seite. Dort! Sie rieb sich die müden Augen. Es war wirklich ein schwarzer, großer Hubschrauber. Er flog in etwa die Hauptstraße entlang, vielleicht sogar bis zu der Brücke, die im Nebel verborgen lag. Vielleicht war dort die Rettung? Sie überprüfte die Straße nach Zombies und konnte auf Anhieb keine sehen. Sie rannte zu ihrem Zimmer, schnappte sich einen Rucksack und stopfte diesen mit Klamotten und anderen Dingen voll. Sie hatte keinen wirklich Plan, aber irgendetwas Nützliches hatte sie sicherlich eingesteckt. Sie öffnete ihre Barrikade, machte sich nicht mehr die Mühe diese hinter sich zu schließen und atmete noch einmal tief durch.

Dann öffnete sie die Vordertür voller Hoffnung…

 

Edited on 16.12.2018, 21:16 by Content-Bat
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Comments for this Story Page

Zombies! Yeah! 

shaun of the dead yeah